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Was guter Content wirklich bedeutet

Was guter Content wirklich bedeutet
Foto: Artem Bali/Unsplash

Neulich bat mich mein Sohn, ihn Französisch Vokabeln abzufragen. Dabei fiel es mir wie Schuppen von den Augen:

content heißt sowohl auf Englisch als auch auf Französisch zufrieden - vom Lateinischen contentus.

Das kann doch kein Zufall sein, dachte ich mir. OK, auch Inhalt heißt auf Englisch content, klar - davon kommt auch der Begriff im Online Marketing. Aber vor allem sollte der Inhalt den Leser zufrieden stellen.

Was ist also guter Content? Darüber lassen sich ganze Bücher schreiben. Einer der Klassiker stammt von Miriam Löffler „Think Content“ - für alle, die es gründlich und professionell betreiben, eine absolute Pflichtlektüre: https://www.rheinwerk-verlag.de/think-content_3251/

Aber was machen wir Selbständigen, die neben ihrem ganz normalen Angebots-, Abrechnungs-, Kundenmeeting- und Auftragsalltag auch noch "mal eben nebenbei" das eigenen Social Media Management wuppen sollen? Kann man auch dann noch „guten Content“ erstellen?

Nebenbei? No way. Dafür braucht es schon eine Strategie als Fahrplan, wohin ich überhaupt mit Blogartikeln, Facebook Beiträgen und Instagram Stories hin will. Aber was GUTER CONTENT ist, entscheiden ausschließlich deine Kunden.

Wenn er sie ZUFRIEDEN macht, ist dein Content gut.

Neulich habe ich zufällig zwei nicht mal 10-jährige Youtuberinnen gesehen, die zwischen Hausaufgaben und Turnstunde mal eben ein kleines Video gedreht haben, weil sie „gelangweilt“ waren und gerade "Lust dazu" hatten. Ich wollte gerade wegklicken, da dachte ich, ich seh und höre nicht recht: Die beiden hatten ein Intro, eine catchy Anfangsfrage, 10 Dinge, die sie erklären wollten, hatten sich für alles einige Accessoires zurecht gelegt, die sie sehr witzig einbauten und am guten Schluss war alles auch stimmig zusammen geschnitten (ok, ob das dann der große Bruder gemacht hat, bleibt ungeklärt).

Ich dachte: WHAAAAAAT???? Diese beiden machen es uns hier vor, wie man einen perfekten Youtube Film macht? Und ich lese mir mit fast 50 Jahren sämtliche Standardwerke durch und bekomme trotz guter Vorbereitung jedes mal wieder Schweißausbrüche vor der Kamera?

Fazit war für mich: Ihre Follower haben die beiden jedenfalls voll zufrieden gestellt. Und darauf kommt es an.

Das Einzige, was  du nie vergessen darfst, ist also: versetz dich in deine Kunden hinein und zeige ihnen das, was sie interessiert, was sie bei einem Problem weiter bringt oder was sie einfach unterhält. Bestenfalls schaffst du die Kombination aus Info, Education und Entertainment.

Denke also beim Content erstellen immer an ein lächelndes Kundengesicht deiner Wahl, das anschließend sagt: „Klasse, danke!“ - dann tippt sich dein Blogbeitrag eigentlich schon von ganz allein und dein Video ist schnell im Kasten. In diesem Sinne: Happy content-making !

Hab eine kreative Zeit und vor allem Spaß bei der Arbeit!

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