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Ich wollte schon immer mal...

Ich wollte schon immer mal...

Über das Aufschieben von Zielen

Ich war mal in Salzburg auf einem "Durchbruch"-Event. Dort lernten wir, unser großes Ziel zu definieren und die Ausreden, die uns von diesem Ziel abhalten, zu zerschmettern. Also physisch. Wir haben also alle Hindernisse auf ein Brett geschrieben und dieses zum Schluss mit einem beherzten karatemäßig angehauchten Handschlag zertrümmert. Das kaputte Brett hab ich noch behalten - als Mahnmal.

Als wir abends in einem Restaurant aßen, sah ich „Salzburger Nockerl“ auf der Speisekarte. Na klar - die hatte ich noch nie probiert und so hab ich mir sie prompt bestellt. Man muss ja alles, was berühmt ist, mal ausprobieren, oder?

Die Nockerl kamen und ich war echt enttäuscht...bäh. Ein Berg aus überbackenem, steifem, gezuckertem Eiweiß. Das Beste daran war die Fruchtsoße daneben. Einigermaßen unmotiviert aß ich aber brav auf, denn ich war echt hungrig und wollte mir nachher wenigstens sagen können: „ich hab’s probiert.“

Diesen Satz kennst du bestimmt auch von deinen eigenen Geschäftszielen, oder?

Du wolltest das immer schon mal durchziehen, weil du dachtest, das ist DIE Idee, aber auf dem Weg dahin hast du gemerkt: viel leere Luft, kein Nährwert. Bäh. Das Projekt starb auf halber Strecke und die Idee wurde begraben.

Das wichtige ist aber der Satz selbst:

„Ich hab’s probiert.“

Weißt du eigentlich, welche Macht darin steckt? Welches Potential? Du hast es nicht nur auf der Speisekarte angeschaut und dich dann für den todsicheren Apfelstrudel entschieden, der nie enttäuscht. Du hast dich für etwas dir Unbekanntes entschieden und damit deine Comfort Zone verlassen.

Natürlich geht es hier nicht um österreichische Süßspeisen. Aber wenn mich dieses Brett eines gelehrt hat, dann ist es, sofort hier und jetzt damit anzufangen, sein großes Ziel anzugehen. Es einfach zu probieren. Ausreden findest du immer, aber wenn du einfach irgendwie anfängst, ist es tausend Mal besser, als stehen zu bleiben. Du wirst ja immer um eine Erfahrung reicher werden und wenn es nur diejenige ist, dass du anschließend weißt: „das war aber Nichts.“ So wie die Nockerl.

Damit bist du aber deinem Ziel sofort einen Schritt näher gekommen. Durch Eliminieren der anderen Wegabzweigungen.

Ich habe eine kleine Lebensweisheit, die mich bisher gut begleitet hat:

Wenn du vor zwei Entscheidungen stehst, entscheide dich für die Schwierigere.

Der Lerneffekt ist nämlich dann ungleich höher. Probier’s mal aus. Kann ja auch im Kleinen sein. Wenn du mal in Mannheim bist, dann probier mal „Monnemer Dreck“. Auch eine Süßspeise, die gaaaaanz berühmt ist. Trotz des ekligen Namens. Nein, Spaß. Mach doch endlich das, was schon seit einer Ewigkeit auf deiner "bucket list" steht. Etwas, was dich aus deiner Comfortzone lockt. Das sind die besten Entscheidungen. Denn nur an solchen Situationen können wir wachsen.

Buche diesen Fallschirmsprung. Oder diese Fernreise, die du ganz alleine machen wolltest. Oder ruf diesen Traumkunden an. Wer weiß - vielleicht sagt er JA?

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