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Andrea Yildiz

Andrea Yildiz

weiß, dass jedes Unternehmen, egal wie jung oder klein, einen bezahlbaren und professionellen Marktauftritt verdient.

Fotoshooting planen: Hol dir hier Tipps, Briefing, Checkliste und Verzichtserklärung

Ich habe schon sehr viele Fotoshootings hinter mir und es ist jedes mal wieder aufregend und ein echt schönes Erlebnis!

Wir haben LKWs in der Wüste Dubais geshootet, Unternehmer in klimatisierten Büros oder Wurstwaren bei 40 °C Hitze im Sommer…

Das A und O ist die Vorbereitung und Organisation, damit es ein Erfolg wird.

Warum ein eigenes Fotoshooting planen?

Viele Start-ups greifen zunächst auf Stockfotos zurück oder fragen Friends & Family, ob nicht jemand einigermaßen gut fotografieren kann.

Doch ein eigenes Fotoshooting ist eine der besten Investitionen für dein Unternehmen, von dem du noch lange profitierst.

Dafür sprechen folgende Vorteile:

• Rechtssicherheit / Fotorechte

• Individuell / keine Stockfotos, die noch woanders auftauchen

• verhelfen deiner Markenbildung, weil Motive komplett steuerbar und zielgerichtet auf deine Markenbotschaft sind

Brauche ich einen professionellen Fotografen oder reicht ein „Hobbyknipser“?

 

Wenn du das Budget hast: Arbeite unbedingt mit einem professionellen Fotografen!

Bitte tue dir diesen Gefallen. Spare lieber noch, als einen Freund zu bitten, dich mit dem Handy zu knipsen.

Alternative: Erfahrene Hobbyfotografen (manche sind echt spitze!). Schau dir deren Portfolio an (z.B. flickr.com oder auch Instagram, Pinterest) und entscheide dann ob sein/ihr Stil zu dir passt. Sie haben oft viel günstigere Tagessätze als ein Berufsfotograf.

Kontaktiere den Fotografen und finde heraus, ob eure Chemie stimmt (besonders wichtig beim Personenshooting).

• Hat er nach eurem Gespräch eine konkrete Vorstellung von dem, was du möchtest?

• Ist er auf dich eingegangen?

• Macht er bereits Vorschläge und hört sich inspiriert an?

Hast du „deinen“ Fotografen gefunden, kannst du mit den Vorbereitungen beginnen.

(Ich rede in diesem Beitrag zwar von Fotografen, meine aber natürlich auch Fotografinnen)

1.) Fotoshooting planen

Vor dem Briefing klarmachen: Was ist der Zweck der Fotos?

 

Was sollen sie für dich erreichen? Überlege dir, wozu du die Bilder brauchen wirst. Wo werden sie veröffentlicht? Auf deiner Website? In einem Online Shop? Für deine Social Media Posts? Eine Image Broschüre? Einen Messestand? Für all dies?

Beim Fotoshooting planen muss der Fotograf im Vorfeld erfahren, damit er sich auf die verschiedenen Einstellungen vorbereiten kann. Für eine Website brauchst du wahrscheinlich eher Querformat mit neutralem Platz neben dem Motiv (für einen Text). Für einen Online Shop muss der Hintergrund immer gleich und möglichst neutral sein. All das muss der Fotograf vorher wissen, denn es gibt keine 2. Chance nach dem Shooting.

Denke vor allem immer an deine Zielgruppe und überlege, was die Fotos bei ihr bewirken soll?

Bei Produkten: welche Merkmale/Motive müssen besonders herausgestellt werden? Wonach fragen Käufer evtl. immer wieder? Gibt es hier Erklärungs- und Darstellungsbedarf?

Beispiel: Beim Betrachten der Fotos muss klar werden wie Produkt X funktioniert. Oder: Beim Betrachten der Fotos soll einem das Wasser im Mund zusammen laufen.

Bei Menschen: Welche Charakteristika oder Werte willst du vermitteln? Wie willst du auf deine Zielgruppe wirken? Welche Gefühle willst du wecken? Was sind typischen Arbeitssituationen, die ihr beim Shooting nachstellen könnt? Muss der Fototermin sogar während einer realen Arbeitssituation stattfinden?

Beispiel: Die Fotos müssen signalisieren, dass ich als Coach sehr intensiv und individuell mit einem Coachee arbeite.

 2.) Fotoshooting planen

Das Briefing mit dem Fotografen

Lade dir hier die Vorlage für’s Briefing herunter:

Nun geht‘s los: Es ist wichtig, dass ihr beide euch miteinander wohl fühlt und euch versteht. Nur so könnt ihr an einem Strang ziehen und ein super Shooting hinlegen. Wirst du selbst abgelichtet, würde man es sofort sehen, wenn ihr beiden euch nicht grün seid.

Aber keine Sorge: Gute Fotografen sind meist sehr erfahren und einfühlsam. Ein ausführliches Briefing ist sehr wichtig und klärt all die Fragen im Vorfeld. Hier werden wichtige Punkte vorab geklärt wie:

• geplantes Datum

• Teilnehmer (auch Statisten, Assistenten)

• Location(s) und ihre Besonderheiten: Lichtverhältnisse, Erreichbarkeit, Genehmigung…

• Tonalität (Denke hier an deine Corporate Identity – sie muss sich unbedingt widerspiegeln!)

• Formate

• Motive/Shots (Szene für Szene durchgehen, Reihenfolge festlegen, Aufbau-/Umbau-/Abbauarbeiten mit einplanen)

• Kleidung (Mach hier eine detaillierte Liste. Kleidung muss sauber und gebügelt bereit stehen. Probiere die Kleidung UNBEDINGT noch ein paar Tage vor dem Shooting an. Falls dir plötzlich etwas zu klein geworden ist, hast du noch Zeit für Ersatz zu sorgen.)

• Requisiten (setze mit ihnen Farbakzente in deinen Hausfarben. Verwende metaphorische Requisiten, z.B. ein Schachspiel, wenn du strategisch arbeitest.)

• Assistenten und Statisten (Die meisten Fotografen kennen gute Stylisten und Visagisten. Plane Helfer mit ein und ggf. Statisten, die z.B. als Kunden fungieren)

• Beispielfotos (sammel im Netz Fotos, die dir spontan gut für deinen Zweck gefallen. Bespreche mit dem Fotografen, inwiefern das für dein Shooting anwendbar ist.)

• Vertragliches (Kläre mit dem Fotografen die Nutzungsrechte und vertragliche Besonderheiten. Auf der letzten Seite des Briefingdokumentes findest du auch eine Verzichtserklärung für Statisten oder Models.)

3.) Fotoshooting Vorbereitung

Nach dem Briefing, vor dem Shooting:  Jetzt wird‘s langsam spannend, doch inzwischen bist du ja gut gewappnet im Fotoshooting planen.

Diese Checkliste hilft dir, alles nochmal in Ruhe durchzuprüfen, damit du perfekt vorbereitet ins Shooting gehen kannst:

• Location ist gebucht/informiert und Fotoerlaubnis besteht

• Alle Teilnehmer wissen, wo und wann es losgeht und werden pünktlich sein

• Catering ist organisiert (genug Trinken!)

• Zeitplan mit jeweiligen Motiven ist detailliert erstellt (an Pausen denken!)

• Alle Kleidungsstücke sind sauber, gebügelt und bereit

• Alle Requisiten sind funktionstüchtig, sauber und bereit

• Dein Styling steht (falls du das Motiv bist)

• Deine Produkte sind eingepackt und bereit (bei Produktshootings)

• Dein Notfallpack ist bereit (Nähzeug, Pflaster, Sekundenkleber, Handsauger, Kehrblech, Haarspray, Puder etc.)

• Du freust dich wie Bolle darauf!!!

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4.) Fotoshooting planen: Am Tag des Shootings

Besonders, wenn DU heute das Hauptmotiv bist, ist dies für dich sicher ein aufregender Tag, aber dennoch kann ich dich beruhigen und dir sagen: Alles wird gut!

Du bist top vorbereitet, der Fotograf weiß genau, was abläuft und die Assistenten sind bereit. Lass den Fotografen bitte heute komplett das Ruder übernehmen. Er ist heute gefordert.

Am besten entspannst du dich einfach und lässt im Hintergrund deine Lieblingsmusik spielen. Falls du die Make-up Aufgabe nicht delegierst – immer mal nachpudern und nachschminken nicht vergessen. Aufmerksame Fotografen sagen dir das aber rechtzeitig.

Der Fotograf wird sich sicher erst einmal mit dir ein Viertelstündchen „warmschießen“, und diese Fotos schaffen es meist nie ins Finale. Also entspann dich und lass dich voll auf ihn ein. Je lockerer und authentischer wirkst du später auf den Fotos.

WICHTIG:

Bitte den Fotografen, dir zwischendurch die Fotos mal zu zeigen, damit du siehst, wie du wirkst. Oft „schluckt“ die Kamera dein Lächeln und auch das Make-up, d.h. du fühlst dich extrem stark geschminkt oder lächelst gefühlt übertrieben, aber auf den Bildern sieht es sehr dezent aus. Darauf musst du dich erst einstellen. 

Bitte einen Assistenten, den Zeitplan für euch immer mal zwischendurch zu checken. Meist plant man zu eng und kommt mit der Liste nicht durch.

Stelle sicher, dass die Statisten nicht zu lange am Set bleiben müssen. Versuche, deren Motive in einem Rutsch zu shooten und sie dann zu entlassen.

Übrigens: In meinem Portfolio findest du Beispiele von Fotoshootings meiner Kunden: z.B. Weingut Müsel, Jump Leads, Veränderung gestalten, Raum für Marketing

Du siehst, es lohnt sich so sehr, sein erstes Fotoshooting ausgiebig zu planen.

Stefanie Gericke erzählt uns hier, wie sie diesen Blogartikel genutzt und umgesetzt hat:

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